Augen auf beim Leinwandkauf

Leonardo da Vinci hat im Jahr 1503 die Mona Lisa auf Leinwand gemalt – hängt noch heute im Pariser Louvre. Die Technik heute erlaubt es, ein digitales Bild auf eine Leinwand zu drucken – hängt heute gerne bei uns im Wohnzimmer.

Leinwand heute Wer ein Leinwandbild bestellt, sollte ein hochauflösendes Fotos verwenden das bereits für den Leinwanddruck optimiert und auf Format gebracht wurde. Mal eben ein Foto hochladen und erwarten, dass für sehr kleines Geld nach einigen Tagen ein schmuckes Leinwandbild geliefert wird, ist oft vom fertigen Produkt herb enttäuscht. Sehr gute Ergebnisse gibt es bei der richtigen Auflösung der Bilder, deren optimale DPI-Werte und einen für den Druck sehr wichtigen passgenauen Zuschnitt des digitalen Bildes. Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop (kostet was) oder GIMP (kostet nix) sorgen dafür.

Die Leinwand  Gemeint ist ein Leinenstoff, etwa wie ein Segeltuch. Wie bei allen Textilien wird die Qualität durch den Stoff und dessen Verarbeitung definiert. Und wie bei allen Textilien: Es gibt neben den sehr einfachen und anspruchslosen Stoffen auch die feinen, qualitativ hochstehenden Materialien. Je dichter beispielsweise die Fäden aneinander liegen, desto blickdichter ist das Material. Die Ausführung „Canvas“ hat einen sehr hohen Anteil an Naturfasern und ist durch eine hohe Fadendichte fast blickdicht. Eines haben alle gemeinsam: Ein gewisser Anteil an künstlichen Fasern ist nötig, sonst ist das Material nicht bedruckbar.

Der Rahmen  Das klassische Leinwandfoto ist auf einen Holzrahmen aufgezogen (auf dem Bild der Rahmen oben). Durch das Spannen der Leinwand zeigt sich recht schnell, wie „blickdicht“ der Stoff ist. Ist die Leinwand auf dem Holzrahmen fixiert, sitzt sie erst einmal flach, straff und angespannt auf den Holzleisten. Der Holzrahmen sollte nicht aus Abfallholz, sondern aus einem guten und trockenen Massivholz, zum Beispiel Fichte, sein. Warum? Das steht unter …

der Zahn der Zeit.  Alle Naturprodukte arbeiten. Das Holz ebenso wie die Leinwand. Das bedeutet: Die Spannung der Leinwand lässt nach. Das Holz, wenn es ein billiges Abfallholz ist, beginnt sich zu verziehen und zu wellen. Sie merken schon: Das schöne Leinwandbild von gestern, sieht dann heute nicht mehr wirklich gut aus.

a3

Auf dem Foto ist es ganz gut zu erkennen: Oben ein Holzrahmen, der noch nicht verkeilt ist und unten ein bereits verkeilter. Beim oberen Rahmen sind die Aussparungen zu sehen, in welche die kleinen Holzkeile justiert werden – unten das verkeilte Bild.

a2

Für den Fall, dass sich Leinwand oder Holz im Laufe der Zeit leicht verziehen, kann man mit einem kleinen Holzhammer „nachkeilen“, wie auf der Skizze oben.

Meine Empfehlung: Wenn Leinwandbild, dann …

… mit Keilrahmen. Grund: Alle Naturprodukte arbeiten, Holz ebenso wie eine Leinwand. Wenn die Spannung nachlässt kann man Nachkeilen, was bei einem einfachen Holzrahmen nicht geht.

… mit möglichst dichter Stoffstruktur, zum Beispiel Canvas oder dergleichen.

… sollte man sich darüber im Klaren sein, dass bei „Schnäppchenpreisen“ die Leinwand oft auf einen einfachen Holzrahmen getackert ist und das verwendete Textilgewebe nicht gerade von bester Qualität.