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Nicht da und schon fort: Trauer um ein Kind

Eine junge Frau besucht mich in meinem Fotostudio. Ich weiß nicht warum, aber mir ist irgendwie sofort klar: Das ist keine normale Kundin, die sich nach Preisen für ein Fotoshooting erkundigt. In ihrem offenen Gesicht liegt einerseits etwas positives, auf der anderen Seite spüre ich eine gewisse Schwere, eine gewisse Traurigkeit. 

„Ich war“, sagt sie und schaut mir dabei fest in die Augen, „ich war schwanger und habe mein Kind verloren“. Sie kämpft gegen ihre Tränen und fragt, ob ich von einigen wenigen Handy-Fotos  von „ihrem Hans*“ eine Collage machen kann. Ja, dass kann ich. Eigentlich lehne ich als Fotograf solche Arbeiten ab. Hier sage ich sofort zu. 

Die kleine Collage soll ein Teil der Trauerarbeit sein, die beim Tod von Kindern im Mutterleib sehr wichtig ist und hilft, dass im Laufe der Zeit der Schmerz seine Schärfe verliert. Obwohl es nicht meine Aufgabe ist: Hier habe ich sehr gerne mitgewirkt. 

Mehr Infos zu dem Thema „Sternenkinder“ gibt es hier www.initiative-regenbogen.de (es öffnet sich ei  neues Fenster)

* Name von mir verändert